Terrassengärten von Sankt Michael

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Der Himmelsgarten in Bamberg

Zu einem botanischen Ausflug der besonderen Art laden die Terrassengärten ein, die zum Kloster Sankt Michael gehören. Dort können Sie barocke Gartenarchitektur bewundern, die im 18. Jahrhundert entstanden ist. Bis zu 250 Jahre sind die Kornelkirschen, Quitten und Obstgehölze alt, und auch der lange Laubengang aus Lindenbäumen hat in über zwei Jahrhunderten schon einiges erlebt. Einen besonderen Blick verdient der 2009 angelegte Weinberg am Südhang des Klosters. Der traditionelle Weinanbau an dieser Stelle ruhte rund 200 Jahre bis er im Zuge der Landesgartenschau rekultiviert wurde. Zu dieser gab es dann 2012 auch den Jungfernwein. Einzigartig auf dem Michaelsberg ist das berühmte Deckengemälde "Himmelsgarten" in der Klosterkirche St. Michael. Denn dort sind knapp 600 Pflanzen detailgetreu abgebildet, die hauptsächlich Heil- und Zierpflanzen, aber auch exotische Gewächse wie Ananas, Granatapfel oder Baumwolle darstellen. Vier Maler schufen dieses große Herbarium im 17. Jahrhundert, das von den Bambergern die liebevolle Bezeichnung „Himmelsgarten“ bekommen hat. Heute ist dieser stark gefährdet. Große Putzbrocken, die Ende 2012 in den Kircheninnenraum fielen, machten eine Schließung der Kirche unumgänglich. Nach den ersten Voruntersuchungen steht fest, dass die Rettung der Kirche und des Deckengemäldes eine Generalsanierung erfordert. Diese wird sich über einige Jahre hinziehen, in denen die Kirche und damit der "Himmelsgarten" leider nicht zugänglich sind.

  • 1 ha
  • Gastronomie direkt am Objekt oder in der Nähe
  • Eintritt frei
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